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Österreichische IT-Firma: Warum Bratislava Ihr nächster Entwicklungsstandort sein könnte

Ihre Kunden können in Wien bleiben. Ihr nächstes Entwicklerteam kann nur rund 60 Kilometer entfernt entstehen.

Für ein österreichisches IT-Unternehmen muss der Schritt in die Slowakei weder Outsourcing an einen weit entfernten Standort noch die Verlagerung der gesamten Geschäftstätigkeit bedeuten.

Bratislava liegt rund 60 Kilometer von Wien entfernt. Beide Städte liegen in derselben Zeitzone, nutzen den Euro und befinden sich innerhalb der Europäischen Union und des Schengenraums.

Für kleine und mittelständische IT-Unternehmen stellt sich daher eine konkrete Frage:

Muss Ihr nächstes Team in Österreich entstehen, oder könnte es wirtschaftlich und operativ sinnvoller sein, ein Entwicklerteam in der Slowakei aufzubauen?

Nicht günstigeres Outsourcing, sondern ein zusätzlicher Markt für Ihr Wachstum

Österreich zählt mehrere IT-Berufe zu den Mangelberufen für das Jahr 2026. Dazu gehören beispielsweise Programmierer, Softwareentwickler, Fachkräfte für Datensicherheit, IT-Architekten, SAP-Entwickler und Systemingenieure.

Auch in der Slowakei stehen IT-Fachkräfte nicht unbegrenzt zur Verfügung. Österreichischen Unternehmen eröffnet sich dort jedoch ein zusätzlicher Arbeitsmarkt mit Zugang zu Hochschulen und ihren Absolventen in unmittelbarer geografischer Nähe.

Eine slowakische Gesellschaft kann beispielsweise folgende Funktionen übernehmen:

  • lokaler Arbeitgeber für slowakische Entwickler,
  • Entwicklungszentrum für die österreichische Muttergesellschaft,
  • eigenständige Produkt- oder SaaS-Gesellschaft,
  • Team für Testing, DevOps, Data Services oder technischen Support,
  • operative Basis für Kunden in Mittel- und Osteuropa (CEE).

Vertrieb, Marke und Kundenbeziehungen können dabei in Österreich bleiben. Ein IT-Unternehmen in der Slowakei kann für die österreichische Gesellschaft genau den Teil der Geschäftstätigkeit übernehmen, für den ein lokales Team und eine eigene betriebliche Infrastruktur sinnvoll sind.

Bratislava bietet Zugang zu IT-Talenten

EMINEO PARTNERS – Ein lokaler Partner

Bratislava verfügt über eine Hochschullandschaft mit Schwerpunkten in Informatik und technologischen Fachrichtungen.

Die Fakultät für Informatik und Informationstechnologien der Slowakischen Technischen Universität (STU) befasst sich mit Bereichen wie Softwareentwicklung, Informationssicherheit, intelligenten Softwaresystemen und Computer Vision.

Die Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik der Comenius-Universität bietet Studiengänge in Informatik und angewandter Informatik an, die unter anderem Software Engineering, Data Science und künstliche Intelligenz abdecken.

Für österreichische IT-Unternehmen ist dabei besonders relevant, dass dieser Talentmarkt nicht Hunderte oder Tausende Kilometer entfernt liegt.

Nearshoring kann hier bedeuten: nur rund eine Stunde von Wien entfernt.

Wie kann ein österreichisch-slowakisches IT-Modell in der Praxis funktionieren?

Stellen wir uns ein kleineres Softwareunternehmen in Wien vor. Es hat einen festen Kundenstamm, ein funktionierendes Produkt und neue Aufträge. Weiteres Wachstum hängt jedoch davon ab, zusätzliche Entwickler zu gewinnen. Der Eigentümer möchte die benötigten Kapazitäten nicht ausschließlich mit externen Fachkräften aufbauen.

Eine Möglichkeit ist die Gründung einer slowakischen Gesellschaft.

Das österreichische Unternehmen behält Vertrieb, Marke und Kundenbeziehungen. Die slowakische Gesellschaft beschäftigt ein lokales Entwicklerteam und erbringt Entwicklungsleistungen oder technische Dienstleistungen. Die Zusammenarbeit und die Abrechnung zwischen den Gesellschaften werden auf das konkrete Geschäftsmodell abgestimmt. Der österreichische Eigentümer erhält ein regelmäßiges Finanzreporting.

Ein solches Modell erfordert jedoch eine sorgfältige steuerliche und rechtliche Ausgestaltung, insbesondere auch bei den Arbeitsverhältnissen. Wichtige Aspekte sind Arbeitsverträge, Lohnabrechnung, Homeoffice-Regelungen, die Rechte an der entwickelten Software, Verrechnungspreise, die Abrechnung zwischen den Gesellschaften und das Reporting.

Deshalb ist es sinnvoll, die Gesellschaftsgründung mit Steuerberatung, Buchhaltung und Reporting, Lohnabrechnung und Rechtsberatung zu verbinden.

Die Unternehmensbesteuerung kann ein weiteres Argument sein

In Österreich beträgt die Körperschaftsteuer 23 %.

In der Slowakei richtet sich der Steuersatz nach der Höhe der steuerpflichtigen Einnahmen beziehungsweise Erträge:

  • 10 % bei höchstens 100.000 €,
  • 21 % bei mehr als 100.000 € und höchstens 5 Mio. €,
  • 24 % bei mehr als 5 Mio. €.

Für kleinere oder wachsende IT-Unternehmen können die steuerlichen Rahmenbedingungen in der Slowakei wirtschaftlich attraktiv sein. Eine geringere Steuerbelastung ist damit jedoch nicht automatisch garantiert.

Das konkrete Ergebnis hängt von den Erträgen, der steuerlichen Bemessungsgrundlage, der Eigentümerstruktur, der steuerlichen Ansässigkeit des Eigentümers und der Verwendung des erwirtschafteten Gewinns ab.

Eine ausführlichere Modellrechnung finden Sie im Artikel 1 Mio. € Gewinn in Österreich oder in der Slowakei: Wie viel bleibt dem Eigentümer?

Ihr nächstes Entwicklerteam in Bratislava?

Ihre Kunden können in Österreich bleiben. Wir kümmern uns um Ihre slowakische Gesellschaft: von der Gründung bis zu Steuern, Buchhaltung, Lohnabrechnung und rechtlicher Betreuung.

IT - Standort-Check anfragen

Forschung, Entwicklung und eigene Software

Für produktorientierte Unternehmen und Technologieunternehmen können auch die slowakischen Regelungen zur Förderung von Forschung und Entwicklung relevant sein.

Bei förderfähigen Projekten kann ein Unternehmen einen zusätzlichen steuerlichen Abzug in Höhe von 100 % der begünstigungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten geltend machen.

Bei eigener Software kann unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Steuerbefreiung für 50 % bestimmter Lizenzerträge aus einem Computerprogramm in Betracht kommen, das vom Unternehmen selbst entwickelt wurde.

Diese steuerlichen Vorteile stehen nicht automatisch jedem IT-Unternehmen zu. Für produktorientierte Unternehmen oder SaaS-Anbieter können sie jedoch ein weiterer Grund sein, die Rechte an der Software und das Entwicklungsmodell von Anfang an sorgfältig zu gestalten.

IT-Standort-Check Slowakei mit EMINEO PARTNERS

Vor der Gründung einer slowakischen Gesellschaft ist es sinnvoll, das geplante Geschäftsmodell aus wirtschaftlicher, steuerlicher und operativer Sicht zu prüfen.

EMINEO PARTNERS kann für ein österreichisches IT-Unternehmen einen individuellen IT Business Case Slowakei erarbeiten, der beispielsweise folgende Aspekte berücksichtigt:

  • die bestehende österreichische Gesellschaft,
  • die geplante Anzahl der Mitarbeitenden in der Slowakei,
  • den Standort der Produktentwicklung,
  • die Rechte an der Software,
  • die Abrechnung zwischen den Gesellschaften,
  • die erwarteten Erträge und Kosten,
  • die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse und der Lohnabrechnung,
  • das Reporting an den österreichischen Eigentümer.

Anschließend kann EMINEO PARTNERS die gesamte lokale Umsetzung übernehmen: Gesellschaftsgründung, Steuern, Buchhaltung, Lohnabrechnung, Verträge, rechtliche Ausgestaltung und bei Bedarf auch die Wirtschaftsprüfung.

Was würde Ihr IT-Team in Bratislava kosten und wie wäre es organisiert?

EMINEO PARTNERS erarbeitet ein Modell für Ihre slowakische Gesellschaft und zeigt die nächsten Schritte auf: von der Gründung über die erste Lohnabrechnung und Rechnungsstellung bis zum regelmäßigen Reporting.

IT Business Case Österreich–Slowakei prüfen

Lokale Expertise. Internationales Netzwerk.

EMINEO PARTNERS ist Mitglied des internationalen Netzwerks ETL GLOBAL.

Österreichische Kunden profitieren damit von einem slowakischen Team, das die lokalen steuerlichen, buchhalterischen, arbeitsrechtlichen und sonstigen rechtlichen Anforderungen kennt. Zugleich steht ihnen für grenzüberschreitende Fragestellungen ein internationales Beratungsnetzwerk zur Seite.

Ein österreichisches IT-Unternehmen muss also nicht seine gesamte Geschäftstätigkeit verlagern, um die Chancen des slowakischen Marktes zu nutzen. Bratislava kann als nahe gelegener Entwicklungsstandort den Zugang zu einem zusätzlichen IT-Talentmarkt mit den Vorteilen einer gemeinsamen Währung und des europäischen Binnenmarkts verbinden. Ein lokales Team kann dabei nur rund 60 Kilometer von Wien entfernt aufgebaut werden.

Zusammenfassung

Österreichische IT-Unternehmen können ihre Kunden, ihren Vertrieb und ihre Marke in Österreich behalten und zugleich ein Entwicklerteam in Bratislava aufbauen. Rund 60 Kilometer von Wien entfernt eröffnet sich ein zusätzlicher IT-Talentmarkt innerhalb der EU, mit derselben Währung und Zeitzone.

Auch die Unternehmensbesteuerung und die steuerlichen Regelungen für Forschung, Entwicklung und eigene Software können wirtschaftlich interessant sein. Welche Vorteile tatsächlich nutzbar sind, hängt vom konkreten Geschäftsmodell und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

EMINEO PARTNERS begleitet den gesamten Weg: vom individuellen IT-Standort-Check über die Gesellschaftsgründung bis zu Steuern, Buchhaltung, Lohnabrechnung, Verträgen und Reporting. Als Mitglied von ETL GLOBAL verbindet das Team lokale Expertise mit internationalem Know-how für grenzüberschreitende Fragen.

FAQ

1. Muss ein österreichisches IT-Unternehmen seine gesamte Geschäftstätigkeit in die Slowakei verlagern?

Nein. Das österreichische Unternehmen kann Vertrieb, Marke und Kundenbeziehungen in Österreich behalten. Die slowakische Gesellschaft kann als Entwicklungszentrum, lokaler Arbeitgeber, Produkt- oder SaaS-Gesellschaft oder als operative Basis für weiteres Wachstum dienen.

2. Wie weit ist Bratislava von Wien entfernt?

Bratislava liegt rund 60 Kilometer von Wien entfernt. Die österreichische Zentrale und das slowakische IT-Team können damit in unmittelbarer geografischer Nähe zusammenarbeiten: in derselben Zeitzone, mit derselben Währung und innerhalb der Europäischen Union und des Schengenraums.

3. Warum kann die Slowakei für ein österreichisches IT-Unternehmen interessant sein?

Die Slowakei kann österreichischen IT-Unternehmen Zugang zu einem zusätzlichen Arbeitsmarkt und zu Hochschulabsolventen eröffnen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, ein lokales Entwicklerteam und einen operativen Standort in der Nähe von Wien aufzubauen. Bratislava verfügt über eine Hochschullandschaft mit Schwerpunkten in Informatik und Technologie und kann sich als Standort für Softwareentwicklung, Testing, DevOps, Data Services oder technischen Support eignen.

4. Welche Körperschaftsteuersätze gelten in der Slowakei?

In der Slowakei richtet sich der Körperschaftsteuersatz nach der Höhe der steuerpflichtigen Einnahmen beziehungsweise Erträge. Er beträgt 10 % bei höchstens 100.000 €, 21 % bei mehr als 100.000 € und höchstens 5 Mio. € sowie 24 % bei mehr als 5 Mio. €. Die konkrete Steuerbelastung hängt vom individuellen Geschäftsmodell der Gesellschaft ab.

5. Kann eine slowakische Gesellschaft Entwickler für ein österreichisches IT-Unternehmen beschäftigen?

Ja. Eine slowakische Gesellschaft kann lokale Entwickler beschäftigen und Entwicklungsleistungen oder technische Dienstleistungen für die österreichische Muttergesellschaft erbringen. Dabei müssen die Arbeitsverhältnisse, die Lohnabrechnung, die Abrechnung zwischen den Gesellschaften, die Verrechnungspreise, die Rechte an der Software und das Finanzreporting sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

6. Was umfasst der IT-Standort-Check Slowakei von EMINEO PARTNERS?

Der IT-Standort-Check Slowakei kann die Prüfung der bestehenden österreichischen Gesellschaft, der geplanten Mitarbeiterzahl in der Slowakei, des Standorts der Produktentwicklung, der Rechte an der Software, des Abrechnungsmodells sowie der erwarteten Erträge und Kosten umfassen. Auch die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse, die Lohnabrechnung und das Reporting können berücksichtigt werden. Anschließend kann EMINEO PARTNERS die Gesellschaftsgründung, die steuerliche Betreuung, die Buchhaltung, die Lohnabrechnung, die Rechtsberatung und bei Bedarf auch die Wirtschaftsprüfung übernehmen.

Quellen

Österreichische Bundesregierung – Mangelberufe 2026
https://www.migration.gv.at/de/formen-der-zuwanderung/dauerhafte-zuwanderung/bundesweite-mangelberufe/

Europäische Union – Die Slowakei als Mitglied der EU, des Euroraums und des Schengenraums
https://european-union.europa.eu/principles-countries-history/eu-countries/slovakia_en

Österreichisches Bundesministerium für Finanzen – Körperschaftsteuer
https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/fuer-unternehmen/koerperschaftsteuer.html

Finanzverwaltung der Slowakischen Republik – Körperschaftsteuersätze
https://www.financnasprava.sk/sk/aktualne-dan-clo/faq/dan-z-prijmov/dan-z-prijmov-po

Justizministerium der Slowakischen Republik – Vereinfachte Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (s. r. o.)
https://www.justice.gov.sk/sluzby/obchodny-register/zjednodusene-zalozenie-s-r-o/

FIIT STU – Fakultät für Informatik und Informationstechnologien der Slowakischen Technischen Universität
https://www.fiit.stuba.sk/en.html?page_id=749

Comenius-Universität – Angewandte Informatik
https://fmph.uniba.sk/en/admissions/masters-degree-programs/applied-informatics/

Finanzverwaltung der Slowakischen Republik – Steuerlicher Abzug von Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
https://www.financnasprava.sk/_img/pfsedit/Dokumenty_PFS/Zverejnovanie_dok/Aktualne/
DP/DPPO/2026/2026.01.22_011_PO_2026_IM_vyskum.pdf

Finanzverwaltung der Slowakischen Republik – Steuerbefreiung für Erträge aus eigener Software
https://podpora.financnasprava.sk/568177-Oslobodenie-v%C3%BDnosov-za-poskytnutie-vyn%C3%A1lezu-technick%C3%A9ho-rie%C5%A1enia-po%C4%8D%C3%ADta%C4%8Dov%C3%A9ho-programu-pod%C4%BEa-13a–

Der Artikel dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Die konkrete Ausgestaltung des Modells hängt von den Erträgen, der Eigentümerstruktur, der steuerlichen Ansässigkeit, der Art der Abrechnung, dem Ort der Arbeitsausübung und den Rechten an der Software ab.